Alex Toland: Dust Blooms. Porträts städtischer Flora
Stellen Sie sich vor, wie staubig diese Stadt ohne Straßenbäume und Grünstreifen wäre!
Das Konzept der Ecosystem Services (ESS) versucht, den wirtschaftlichen Nutzen von Umweltphänomenen, die auch als "natürliches Kapital" bezeichnet werden, beim Schutz von Biodiversität und Klima zu quantifizieren.
DUST BLOOMS reflektiert die Komplexität des Naturkapitals, um kritische Fragen zu stellen, die in wissenschaftlichen und umweltpolitischen Debatten oft vermieden werden: Sollten Pflanzen als "Dienstleister" gesehen werden? Wie stellen Momente der "Disservice" und des Widerstands das ESS-Modell in Frage, z. B. durch Schädlinge, Parasiten, invasive Arten und Allergene? Welche moralische Instanz haben Menschen, wenn sie Pflanzen und andere Wesen in Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten einordnen?
Diese Fragen werden in einer Reihe von Arbeiten untersucht, in denen bestimmte Pflanzenarten als staubbindende Protagonisten in städtischen Lebensräumen vorkommen. DUST BLOOMS ist eine Geschichte pflanzlicher Arbeit, die durch eine Zusammenstellung von Objekten, Fotografien, Radierungen und Videoaufnahmen erzählt wird.
Alexandra R. Toland ist eine in Berlin lebende bildende Künstlerin und Landschaftsplanerin mit künstlerischen Forschungsinteressen in den Bereichen Stadtökologie, Pflanzen- und Bodenkunde und das Anthropozän. Sie ist Juniorprofessorin für "Arts and Research" an der Bauhaus-Universität Weimar, wo sie das Doctor of Philosophy-Programm für Kunst und Design leitet. Sie hat zum Thema Boden und Kunst an der Technische Universität Berlin promoviert und in sämtliche Buchveröffentlichungen und Zeitschriften darüber publiziert.
Ausstellungsort: Botanischer Garten, Seminarraum
Ausstellungsdauer: Samstag, 14. März bis Sonntag, 29. März 2020, täglich 9 bis 17 Uhr
Die Vernissage am Freitag, 13. März musste wegen dem Corona-Virus leider abgesagt und der Botanische Garten - und somit auch die Ausstellung - ab Montag, 16. März geschlossen werden.